Vorwort
Ehrlichkeit.
Zuerst zu dir selbst. Dann dem Rest der Welt.
Der Autor

Ich kenn den
Headshit.

Nicht aus Büchern. Nicht aus Studien. Aus zwei Langzeittherapien, einer Adaption, über fünf Jahren Abstinenz und dem täglichen Grind danach.

Ich bin Mitte 40 und anonymer Alkoholiker. Nicht war. Bin. Werde es immer sein – auch wenn ich seit über fünf Jahren keinen Tropfen mehr berührt habe. Das ist keine Niederlage. Das ist eine Tatsache.

Rückfälle – kenne ich. Zwischen Therapien. Und auch danach. Das ist kein Scheitern. Das ist Teil des Weges. Wer dir was anderes erzählt hat noch nie wirklich gekämpft.

Zwei Langzeittherapien. Eine qualifizierte Entgiftung. Und irgendwann – ein Anruf. Eine Nummer wählen. Termin vereinbaren. Auflegen. Das war der erste Schritt. Nicht mehr. Aber genug.

Ich bin Fachinformatiker. Ich denke in Systemen. Irgendwann habe ich angefangen meine eigene Psyche als System zu betrachten.

Und ich zocke. Seit Jahren. Hauptsächlich am PC. Primär Rollenspiele – WoW, Diablo, aber auch Valheim, Battlefield, Anno – ziemlich querbeet, immer so wie ich gerade Bock drauf habe. Da ist bisher die meiste Zeit reingeflossen. Freiwillig. Gerne.

Ich bin Nerd. Nicht als Beleidigung – als Tatsache. Als Privileg, finde ich. Informatiker, Gamer, Big-Bang-Theory-Enthusiast. Alles so wie es muss. Ich finds geil.

Die Sprache in diesem Buch kommt aus dieser Welt. Nicht weil Gaming gerade hip ist. Weil es meine Welt ist. Das Framework ist nicht erfunden. Es ist übersetzt.

🎮
Dante
@headshit.de
AusbildungFachinformatiker
Therapien2 Langzeit
Abstinent seit5+ Jahre
Kapitel23
Seiten164
XP total1.425+

Wer schreibt das hier?

Jemand der seinen Scheiß kennt. Und darüber lacht wo es geht.

Ich bin Fachinformatiker. Ich denke in Systemen. Irgendwann habe ich angefangen meine eigene Psyche als System zu betrachten. Mit Inputs. Mit Outputs. Mit Debuffs die passiv laufen. Mit Algorithmen die helfen Entscheidungen zu treffen wenn der Kopf voll ist.

Das war nicht Therapie. Das war Informatik auf das eigene Leben angewendet. Und es hat funktioniert.

"Ich hab keine Scheu. Keine Scham. Straight forward. Das bin ich. Das kannst du von diesem Buch auch erwarten."

Der Werdegang

Tutorial
Easy Mode. Dann nicht mehr.
Grundschule lief. Alles geflogen. Dann kam das Gymnasium. Kein Patch-Notes. Kein Warning. Der Schwierigkeitsgrad wurde hochgeschraubt – und ich hatte noch nicht das richtige Gear für den neuen Content. Aber das Spieldesign erforderte ihn mandatory zu spielen.
Der Kraken
Eine neue Route nach Hause.
Nicht dramatisch. Nicht mit Pauken und Trompeten. Ich hab einfach irgendwann angefangen nach der Arbeit eine neue Route zu nehmen. Am Supermarkt vorbei. Dieser Tag hat den Kraken befreit. Dem Ding die Kette abgenommen das danach jahrelang mitgeschwommen ist und gewütet hat.
Therapie
Zwei Langzeittherapien. Eine Adaption.
Kein Cheat-Code. Kein Skip. Nur Grind. In der Adaption saß ein Therapeut und sagte einen Satz der bei mir Klick gemacht hat: Sucht ist eine Gefühlsregulationserkrankung. Nicht Schwäche. Nicht Versagen. Eine Erkrankung der Gefühlsregulation.
Der Klick
Thorsten Sträter und der Fäkalgötze.
In der ersten Woche einer qualifizierten Entgiftung. Hörbuch um Mitternacht. Thorsten Sträter über seinen Fäkalgötzen. Ich habe gelacht. Das war der Anfang davon dass etwas aufging. Kein Heilmoment. Aber ein Moment.
Heute
Über 5 Jahre abstinent. Dieses Buch.
Ich sitze hier. Ich schreib dir das. Das Inventar ist voll. Kaffee und Kippe sind manchmal mein Frühstück – keine Vorbildfunktion, it is what it is. Aber ich weiß was das Werkzeug kann. Ich habe es erlebt.

Warum dieses Buch?

Ich war mir lange nicht sicher – und bin es noch nicht – ob ich dieses Buch geschrieben habe weil ich tief in mir drin noch die Bestätigung suche dass das hier geil ist. Oder weil ich es nach der langen Zeit brauchte mich nochmal auseinanderzusetzen.

Ich habe bisher keine Antwort. Vielleicht ein Teil von beidem. Vielleicht hatte ich auch gerade jetzt alle Reagenzien zusammen um das Werk hier zu schmieden.

Was ich weiß: Es war richtig. Das fühle ich. Auch wenn ich nicht immer erklären kann warum.

Warum bin ich der Richtige um darüber zu schreiben? Vielleicht bin ich das gar nicht.

Aber ich habe es von Rock Bottom zurück nach Bikini Bottom geschafft. Ich habe nicht Leute studiert die sich durch sowas durchquälen. Ich war selbst einer davon.

Das Framework in diesem Buch ist nicht erfunden. Es ist das was mir geholfen hat – übersetzt in eine Sprache die ich kenne.

Und ja – das ist Gaming-Sprache. Und ja – es geht um Emotionen. Nicht um Ratio. Trotzdem erkläre ich in Ratio. Weil ich mir die Welt so viel besser vorstellen kann. Ich weiß es anders nicht auszudrücken.

Emotionen sind Emotionen. Aber wenn man sie sich erklären will – dann geht es nicht ohne Verstand. Und Verstand folgt Logik. Zumindest wenn man nicht komplett auffm Baum schläft.

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